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New Hair – Dont Care

GOSH, ich habe mir das erste mal im Leben die Haare gefärbt!

Zugegeben, ich hatte schon einmal Dip Dye, aber das was lediglich Tönung und nach dem Spitzen schneiden war das auch wieder weg.

In letzter Zeit hatte ich einfach Lust eine Typveränderung durchzunehmen, und meine dunkelbraunen Haare haben mich schon ein wenig gelangweilt. Ich liebe sie zwar, dank ihrer Länge, sie sind gesund und machen mich als ein wenig Halbasiatin interessanter.

Trotz alldem wollte ich etwas neues. Nicht zu gewagt, aber so, dass man eine Veränderung sieht.

Daher hatte ich mich zuerst für schwarz entschieden. Unspektakulär und schlicht – aber mal was Neues.

Gesagt, getan – kaufte also von Garnier die Farbe Schwarz.

Als mir Freundinnen allerdings sagten, dass ich doch lieber 2 holen sollte, ging ich nochmal los. Fand die Garnier-Verpackung auf Anhieb nicht, dafür stach mir von einer anderen Marke die Farbe Blauschwarz ins Auge. Trotzdem entschied ich mich für das normale Schwarz. (Hauptsache Schwarz von 2 verschiedenen Marken haha)

Als ich zu Hause war, ging mir die andere Farbe nicht aus dem Kopf.
Gerade in meiner Jugendphase als Manga-Freak wollte ich mal knallblaue Haare haben – hab es zum Glück nie getan, würde mir nicht stehen. Blauschwarz klingt allerdings durchaus interessant.

Deshalb bin ich gestern nochmal zu Rossman, habe meinen Einkauf zurückgegeben und stattdessen 2x Blauschwarz (909) von der Marke „Poly Palette“ geholt.

Die Verpackung an sich finde ich ansprechend, da sie schlicht aber impressiv wirkt – sie wirbt mit „Maximierte Intensität & Pflege“:

  • ausdrucksstarke & lang anhaltende Farbe
  • Reichhaltige Pflege für intensiven Glanz
  • 100% Grauabdeckung
  • mit Arganöl (Es gibt dazu Argan-Öl-Pflege-Conditioner)
  • Dauerhaft haltbar

Ja, dauerhaft haltbar. Wieso teste ich eigentlich nicht erstmal, so dass es nach 8 oder 24 Haarwäschen rauszuwaschen geht?
Tja, keine Ahnung. Ich liebe einfach das Risiko – ist nicht unbedingt eine gute Eigenschaft, aber ich brauch halt den Kick. Jetzt hab ich ihn.

Und was für eine Sauerei das war – ich betone: das ERSTE Mal und dann auch noch ALLEINE.

Da saß ich also auf dem Flur vor dem großen Spiegel mit einem langen Shirt (das ich eh nicht mehr anziehen wollte), einer kurzen Sporthose und einem alten kleinen Handtuch über den Schultern. Aufgeregt war ich auch, ich hatte echt keine Ahnung wie der Spaß funktionieren soll.

Also sah ich auf die Bedienungsanleitung und siehe an, schien gar nicht so schwer zu sein. In eigentlich allen Haarfarbe-Packs sind die gleichen Dinge beinhaltet:

  • 1 Tube mit eurer Color-Creme
  • 1 Anwendungsflasche mit Entwickleremulsion
  • 1 Pflege-Conditioner oder 1 Spülung
  • 1 Paar Handsschuhe
  • 1 Gebrauchanweisung

Vorbereitung: Zieht die Handschuhe und alte Sachen an, unbedingt! Am besten ihr setzt euch noch auf eine alte Zeitung, sonst könnt ihr wie ich die Sauerei hinterher wieder aufwischen dürfen… Außer ihr habt schon Erfahrung, aber selbst dann würde ich eine Unterlage empfehlen, man weiß ja nie. Und färbt NIE auf einem Teppich, erst recht nicht auf einem weißen!

Tipp: Kämmt euch vorher die Haare. Damit habt ihr bessere Übersicht und könnt euch zwischendurch durch die Haare fahren ohne in Fitze zu geraten.

Schritt 1: Die Color-Creme in die Flasche mit der Emulsion geben und kräftig schütteln.

Statement: Das war einfach und ging schneller als gedacht. Schüttelt einfach so lange, bis sich beides gut vermischt habt – man sieht sofort wenn es fertig ist.

Schritt 2: Die entstandene Mischung mit der Anwendungsflasche auf dem trockenen Haar verteilen.

Statement: Da fing der Spaß an. Das klingt so einfach, aber bei so einem Haarmob?! Fangt am besten mit dem Scheitel an. Dann habt ihr einen Startpunkt und könnt euch herunterarbeiten. Ich habe statt „Strähne für Srähne“ das hellbraune Gemisch einfach entlang meinem Scheitel draufgespritzt. Dann habe ich es mit dem Handschuh „heruntergerieben“ – als würde ich meinen Scheitel streicheln und somit die Farbe verteilen. Hat geklappt!

So hab ich auch weiter gemacht. Immer auf die Tube gedrückt, horizontal auf einer Haarpartie entlang und mein Haar damit eingestreichelt.

Bei meinen Spitzen habe ich einfach einen riesen Klecks drauf gegeben und sie eingerieben, genau wie beim Haare waschen.

Erstaunlicher Weise hat die Farbe für meinen Kopf gereicht. Und ich hab schon längere Haare als andere. Trotzdem hab ich die zweite Packung auch noch aufgemacht, denn ich wollte hinterher keine kahlen braunen Stellen 😀

Hab also nochmal grob oben am Scheitel angefangen und mich wie anfangs herunter gearbeitet. Im Endeffekt habe ich es glaube ganz anders gemacht als man sollte. Aber es hat funktioniert.

Zum Schluss habe ich noch mal meinen Kopf samt Haaren nach vorne hängen lassen um meinen Hinterkopf mit der Farbe einzureiben.

Zwischendurch bin ich mit den Handschuhen immer durch meine Haare gestrichen, genau so wie wenn man sie im Laufe des Alltags kämmt, wenn man keine Bürste dabei hat.

Im Übrigen war nicht nur meine Stirn voller Farbe, auch mein rechter Oberschenkel war gesprenkelt, ich hatte überall schwarze Kleckse und einen schwarzen Nacken.

 

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Schritt 3: Die Mischung mit lauwarmem Wasser ausspülen, bis das Wasser klar ist.

Statement: haha – ich hab also meinen Kopf nichtsahnend unter den Duschkopf gehalten. Auf einmal kommt ein Riesen-Wasserfall voller schwarzer Farbe heruntergeschwappt. Ich bin richtig erschrocken – nicht nur der ganze Duschboden war in schwarze Farbe getränkt, auch an die Duschwände und Fliesen war meine neue Farbhaarpracht geraten. Hab direkt einen Lappen genommen und schnell gewischt, bevor es eintrocknet – man weiß ja nie! Dann habe ich vorsichtig die Farbe herausgewaschen bis es eben klar wurde – dann nochmal normal ohne Shampoo gewaschen, damit ja alles raus ist. Die Farbe habe ich kaum von der Haut abbekommen, hab also mit meinem Duschhandschuh versucht, den Spaß abzuschrubben – vieles ging ab, aber nicht alles. Auch mein Gesicht wollte ich von dem Übel befreien und hab es heftig durchgeschrubbt – mein linkes Ohr ist immer noch schwarz und ich hab schwarzenen Bronzer auf meiner rechten Wange 🙂

Schritt 4: Den Pflege-Conditioner bzw die Spülung ins Haar geben, Einwirkzeit beachten (2-3 Minuten) und dann ausspülen.

Tipp: Laut Recherche soll abgekühlte Asche am besten helfen beim Entfernen der Farbe im Gesicht. Da ich Nicht-Raucher bin habe ich es mit fettiger Creme und einem Feuchtigkeitstuch versucht – ging besser ab als gedacht, aber leider nicht ganz (:

Tipp: Habe es nochmal mit Zitronensäure versucht – Einfach das Ende einer frischen Zitrone abschneiden, die Stelle damit einreiben und mit Papier drüberstrubben. Et voila, man sieht deutlichen Unterschied 🙂

Also ich sehe definitiv einen Unterschied, bin froh, dass ich es allein geschafft hab, und dass die Farbkleckse auf dem Flur leicht mit einem Lappen und Wasser abgingen 🙂

Jetzt kann der Sommer kommen!

Wie findet ihr es und war eure erste Haaränderung auch so chaotisch? 🙂

Stay jovial <3

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