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Disneys Der Glöckner von Notre Dame

Da werden Kindheitserinnerungen wach: Aladdin und König der Löwen laufen schon als erfolgreiche Musicals und begeistern Millionen von Menschen. Gestern war ich auf der Premiere von dem neuem Musical Disneys Der Glöckner von Notre Dame eingeladen. Ob sich ein Besuch lohnt? Das erfahrt ihr jetzt!

Werbung – Der folgende Beitrag ist in Kooperation mit dem Theater des Westens entstanden. Meine persönliche Meinung wird dadurch nicht beeinträchtigt.

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Wer das Titellied des Disney-Films kennt, wird mir zustimmen: ein unglaublich packendes, Moll-durchtriebenes Meisterstück. Die Aufführung begann mit Chören die dieses Lied fantastisch eingeleitet haben – Gänsehaut pur, von Anfang an.

Oft ist es schwer einen ganzen Film in ein Theaterstück oder Musical zu packen, doch erstaunlicher Weise habe ich keine Szene aus dem Original vermisst (ich habe den Film extra einen Abend vor der Premiere nochmal angeschaut).

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Die Geschichte handelt von dem missratenen Quasimodo (zu gut deutsch: er ist quasi unvollendet), der allein im Glockenturm von Notre Dame wohnt und nur ab und zu von seinem Ziehvater Claude Frollo besucht wird. Quasimodo wünscht sich nichts sehnlicher, als Notre Dame mal verlassen zu können und möchte eines Tages sein geliebtes jährlich stattfindendes Narrenfest besuchen. Dort wird er erst zum Narrenkönig gekrönt doch dann vor versammelter Menge schikaniert, sodass er beschämt nie wieder den Glockenturm verlassen möchte. Esmeralda, eine Zigeuner-Tänzerin, ist die Einzige, die sich für ihn einsetzt und die beiden werden Freunde. Als auch noch der Hauptmann Phoebus auftaucht, wird das Chaos perfekt: Eigentlich soll er Frollo dienen und die Zigeuner aus Paris vertreiben, doch stattdessen verliebt er sich in Esmeralda und widersetzt sich Frollo, bis er selbst Verfolgter wird. Esmeralda wird zur Gejagten von Frollo und Phoebus und Quasimodo müssen sich Verbünden um sie zu retten, obwohl sie sich nicht wirklich leiden können.

Film vs. Musical

Eins muss man dem Musical lassen – die Musik war der Wahnsinn! Ich bekomme direkt wieder Gänsehaut, wenn ich nur daran denke. Auch die Darsteller haben ihre Rolle vollends gelebt – aber mein absoluter Favorit war Frollo. Der Darsteller hat die Rolle unglaublich gut verkörpert und eine atemberaubende Stimme die den Zuschauer in die Geschichte eintauchen lässt.
Was ich gut umgesetzt fand, war, dass man das Musical auch ohne den Film verstanden hat.

Und doch gab es einige Unterschiede. Im Disney Film nimmt Frollo einer Zigeunerin ihr Baby weg, da er es für wertvolle Ware hält und muss ihn dann als Sohn annehmen, da er Angst und Ehrfurcht vor Gott hat.
Im Musical hingegen hat Frollo einen geliebten Bruder, der mit einer Zigeunerin durchbrennt. Die beiden fliehen und Jahre später trifft Frollo wieder auf seinen Bruder, der inzwischen todkrank ist. Seine Geliebte ist bereits verstorben und hat ihm einen Sohn hinterlassen. Frollo nimmt sich seiner widerwillig an.

Außerdem ist Frollo im Musical die ganze Zeit über in Esmeralda verliebt, bietet ihr immer wieder an sie zu retten, wenn sie sich mit ihm liiert.
Phoebus ist ein absoluter Frauenheld und hat immer eine andere Geliebte bei sich, bis er sich in Esmeralda verliebt.

Achtung, Spoiler!

Anders als im Film, gibt es kein Happy End. Im Original rettet Quasimodo Esmeralda vor dem Tod und vor Frollo, der beide umzubringen droht. Dann gibt er ihr und Phoebus den Segen und alle sind glücklich.

Im Musical hingegen wird Phoebus gar nicht nochmal erwähnt. Stattdessen stirbt Esmeralda und die Geschichte endet damit, dass Jahre später in den Katakomben 2 eng umschlungene Skelette gefunden wurden – das eine mit einer gewebten Kette (Esmeralda), das andere mit einem buckligen Rücken (Quasimodo). Als man beide versucht zu trennen, zerfallen sie zu Staub.

Kein unschönes Ende, trotzdem war ich etwas irritiert. Hat Quasimodo Esmeralda umarmt bis er selbst in ihren Armen gestorben ist?

Fazit

Trotz dessen war das Musical ein voller Erfolg und wurde mit Standing Ovation belohnt. Die Schauspieler waren super in ihrer Rolle (auch wenn Esmeralda rothaarig war) und das Beste war mit Abstand das Titellied. Ehrlich Leute, allein für diese Performance würde ich wieder in das Musical gehen!

Also: Auch wenn ich vom Ende enttäuscht war (ich wünsche mir nun mal immer ein Happy End), fand ich das Musical wahnsinnig toll. Das wird auch der Grund sein, weshalb ich jetzt in der U-Bahn das Titellied des Musicals statt Bruno Mars höre…

Wie findet ihr den Disney Film? Würdet ihr gerne das Musical besuchen? 🙂

Tickets und weitere Infos findet ihr übrigens hier: http://www.musicals.de/Gloeckner

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